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Agra-2008 (INDIA) (German Report)...
 

Homoeopathic-Seminar in Agra, India

Zusammenfassung
Vom 7. bis zum 10. Februar 2008 fand in Agra, Indien, Dr. Pareek’s Seminar der angewandten Homöopathie mit Teilnehmern aus 11 Ländern statt. Als Referenten traten neben den Seminarleitern Prof. Dr. Alok Pareek und Prof. Dr. R.S. Pareek, Agra, Dr. S.S. Kochhar, Nagpur, Indien, sowie Dr. Dario Spinedi und Dr. Thomas Waibl, Clinica Santa Croce, Schweiz, auf. In den der Theorie gewidmeten Vormittagssitzungen wurden die Themen Pädiatrie, Miasmenlehre, Krebs und organotrope Arzneimittel behandelt. In praktischen Übungen wurden den Teilnehmern Kenntnisse über das Pranayama-Yoga vermittelt. Nachmittags erfolgten klinische Fallvorstellungen im Pareek Hospital und Resarch Centre von Kindern mit Cerebralparesen und Entwicklungsverzögerungen sowie von Patienten mit Säureverätzungen und Krebserkrankungen. Die große Bedeutung ergänzender Maßnahmen wie Yoga, Meditation und vegetarischer Kost insbesondere für Krebspatienten wurde hervorgehoben.

Homöopathie-Seminar in Agra, Indien

Zum fünften Mal fand in Agra, Indien vom 7. bis zum 10. Februar 2008 Dr. Pareek’s Seminar der angewandten Homöopathie mit Teilnehmern aus 11 Ländern statt. Neben Teilnehmern aus Indien waren Ärzte, Heilpraktiker und Studenten aus Armenien, Deutschland, Estonia, Großbritannien, Italien, Österreich, Pakistan, Russland, Schweiz und der Ukraine in die Stadt mit demberühmtesten Bauwerk der Erde – dem Taj Mahal – angereist. Als Referenten traten Prof. Dr. Alok Pareek, Prof. Dr. R.S. Pareek, Agra und Dr. S.S. Kochhar, Nagpur, Indien sowie Dr. Dario Spinedi und Dr. Thomas Waibl von der Klinik Santa Croce, Schweiz auf. Weiterhin war Heinz Huber von der Hahnemann Klinik, Bad Imnau, Deutschland anwesend. Das Dolmetschen für die russischen Teilnehmer übernahm Frau MD. Irina Orekhova, Moskau, Russland.



 Das Programm des 4-tägigen Seminars unterteilte sich in Vormittagssitzungen im Hotel Holiday Inn, in denen theoretisches Wissen vermittelt wurde und Nachmittagssitzungen im Pareek Hospital und Research Centre, in denen zahlreiche Fälle von den beiden Seminarleitern vorgestellt wurden. In der Mittagspause wurde den Gästen in den Seminarräumen ein schmackhaftes indisches vegetarisches Buffet serviert. Die Pausen boten ausreichend Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und mit den Referenten zu sprechen.

Der erste Vormittag wurde der Pädiatrie unter besonderer Berücksichtigung der Miasmen und der Anwendung der Nosoden bei Kindern gewidmet. Prof. Dr. Alok Pareek nannte neben den Nosoden weitere wichtige homöopathische Arzneien für die Behandlung von Krankheiten bei Kindern. Hierbei vermittelte er in seiner üblichen klaren und didaktisch anschaulichen Art das Wesentliche der einzelnen homöopathischen Mittel.

Das Referententeam und einzelne Teilnehmer standen für Fragen von der Presse in der Mittagspause des ersten Tages zur Verfügung. Der Nachmittag begann mit einer ausführlichen Besichtigung des Pareek Hospital inklusive OP-Saal, Intensivstation und Endoskopie. Danach folgte am Krankenbett eine Vorstellung eines Patienten mit cerebralem Insult mit ausführlicher Erläuterung des Vorgehens der homöopathischen Behandlung. Im Anschluss wurde die weitere Patientenvorstellung auf der Klinikterrasse durchgeführt. Hierbei wurden mehrere Kinder mit Cerebralparesen und Entwicklungsverzögerungen vorgestellt, deren Entwicklung unter homöopathischer Behandung einen günstigen Verlauf nahmen. Diese Patientenvorstellung wurde zweimal durch einen Affen, der plötzlich auf die über die Terrasse angebrachten Stangen hüpfte, mit lautem Gelächter der Teilnehmer aufgelockert. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, die Deutsche Homöopathische Apotheke zu besichtigen, aus der die Klinik Dres. Pareek ihre homöopathischen Arzneien beziehen.

Am zweiten Vormittag stellte Alok Pareek anschaulich auch anhand von Photographien die verschiedenen Kinder-Typen dar. Nach der Pause vertiefte Prof. Kochhar das Thema Miasmen vom Vortag im Allgemeinen.

Am Nachmittag des zweiten Tages lag der Schwerpunkt der Patientenvorstellungen auf Krebserkrankungen. Es wurden Patienten mit Krebs u.a. der Haut, der Mundhöhle, der Brust und des Gehirns mit kurzer Beschreibung des Verlaufs der homöopathischen Behandlung präsentiert.

Der dritte Tag wurde erneut dem Thema Krebs gewidmet. Einleitend beschrieb Dr. Alok Pareek charakteristische Persönlichkeitsmerkmale von Krebspatienten. Er stellte die Reaktionen der Patienten bei Erstdiagnose ihrer Krebserkrankung dar und wies auf die wichtige Unterstützung der Patienten in dieser frühen Phase der Auseinandersetzung mit ihrer Krankheit hin. Zur Bewältigung des ersten Schocks empfahl er Aconitum napellus C 200. Er betonte die Lösung psychologischer Blockaden durch weitere homöopathische Arzneien wie z.B. Ignatia, Staphisagria, Chamomilla, Arsenicum album, Natrium muriaticum und Aurum metallicum.

Die weitere Behandlung schliesst das Verschreiben organotroper Medikamente in Urtinktur ein, die z.T. beginnend oder begleitend zur konstitutionellen oder antimiasmatischen Therapie durchgeführt wird. Dr. Alok liess seine Zuhörer an seinem umfangreichen Wissen zu diesem Thema teilhaben. Außerdem wurde die große Bedeutung ergänzender Maßnahmen wie Yoga, Meditation und vegetarischer Kost insbesondere für Krebspatienten hervorgehoben.

Im Anschluss präsentierte Dr. Dario Spinedi von der Santa Croce Klinik in der Schweiz den positiven Verlauf der homöopathischen Behandlung einer Zervikallymphknotenmetastasierung bei unbekanntem Primärtumor. Diese ausgezeichnete Darstellung war nur dank der raschen Genesung seiner Durchfallerkrankung, die von Dr. Pareek mit Arsenicum album behandelt wurde, möglich. Dr. Spinedi betonte, wie gut er sich nun nach dieser durchgemachten Erkrankung in die Todesfurcht der Patienten im Arsenicum album-Zustand hineinversetzen kann. Hiernach trug sein Mitarbeiter Dr. Thomas Waibl in sehr anschaulicher Weise die Herstellung von Q-Potenzen vor. Er hatte hierfür reichlich Materialien zur Demonstration mitgebracht. 

Der Nachmittag des dritten Tages war dem Thema Verbrennungen gewidmet. Einleitend wurde von einem plastischen Chirurgen des Pareek-Hospitals die Pathologie von Verbrennungen erläutert. Bei zwei eindrucksvollen Fällen von Patienten mit Säureverätzungen wurde von den Dres. Pareek gezeigt, daß die homöopathische Behandlung die Spätfolgen erheblich abmildern konnte. Es folgte ein Vortrag von  Dr. S.S. Kochhar über die Bedeutung der Gemütssymptome. Als Beispiel für homöopathische Mittel mit starkem Gemütsbezug hob er u.a. Arsenicum album, Carcinosinum, Lyssinum, Staphisagria, Syphillinum, Thuja und Tuberkulinum hervor und ging näher auf diese Arzneien ein. 

Der letzte Seminartag begann mit einem Ausflug in den nahe gelegenen Khel Gaon Sports Complex, wo den Teilnehmern von einem erfahrenen Yoga-Lehrer die Bedeutung und die Techniken des Pranayama-Yogas mit praktischen Übungen vermittelt wurde. Beendet wurde dieser Vormittag mit einer durch Rev. Fr. John Ferreira geführten Meditation. Im Anschluss wurde den Teilnehmern ein köstliches indisches Büffet in entspannter Atmosphäre im Garten des Sport Centers offeriert. 

Der Nachmittag dieses Tages stand weiteren Fragen aus dem Auditorium zur Verfügung. Hierbei zeigte sich, dass das größte Interesse den organotropen Arzneimitteln galt. Beispielhaft sei der Einsatz von dem indischen Kraut Ficus religiosa in Urtinktur bei malignen Geschehen in Verbindung mit Blutungen, insbesondere im Bereich des unteren Verdauungstraktes, erwähnt.

Während des Seminars wies Herr Huber auf die vom 19. Juni bis 21. Juni 2008 in seiner Klinik in Bad Imnau, Deutschland jährlich stattfindenden Expertenkonferenz zum Thema Krebs hin, bei der auch in diesem Jahr wieder die Kollegen Dres. Pareek und Dr. Dario Spinedi Vorträge halten werden. 

Ein sehr gelungenes Seminar mit fürsorglicher Betreuung und Versorgung vor Ort ging am Sonntagabend zu Ende. Viele Teilnehmer nutzten durch eine Verlängerung ihres Indienaufenthaltes die Gelegenheit, Land und Leute besser kennen zu lernen. 

Autoren: Bianca Viereck, Dr. Christiane Schoop-Hoeschel

The next teaching Seminar will be held from 5th February, 2009 to 8th February, 2008
 

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